4.6.5 Doppelmoral „Chlorhuhn“

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Einerseits wird MMS und Chlordioxid in den Medien als etwas sehr Giftiges und Gefährliches dargestellt. Andererseits wird der selbe Stoff vom selben Bundesamt für Risikobewertung und vom selben TV-Sender über den Klee gelobt, je nachdem was gerade das Ziel der Propaganda ist.

Das “Chlorhuhn” ist für viele Verbraucher ein entscheidender emotionaler Dreh- und Angelpunkt bei der Diskussion um das Freihandelsabkommen TTIP der EU mit den USA. Hintergrund: In den USA  werden ganze Hühner oder Geflügelteile im letzten Arbeitsschritt vor dem Einpacken/Einfrieren zumeist in eine Chlordioxidlösung getaucht und somit gründlich entkeimt. Mit dem TTIP-Abkommen dürften diese dann auch in der EU verkauft werden, was bisher seit 1997 ausgeschlossen war. Chlordioxid war lange Zeit in der EU als Konservierungsstoff mit der Nummer E926 zugelassen. Um den Weg für die USA zu ebnen betreibt die ARD eine offensichtliche Doppelmoral. Geht es um gesundheitliche Behandlungen mit MMS nach Jim Humble, handelt es sich bei dem Ausgangsprodukt Natriumchlorit oder dem Wirkstoff Chlordioxid um “giftige Chlorbleiche” mit schlimmen Gefahren für Leib und Leben (ARD Kontraste). Wird der selbe Stoff von den USA aber zum Entkeimen von Geflügel verwendet, werden zum Teil die selben Experten und Institutionen bemüht, um die Harmlosigkeit dieses Stoffes zu beteuern (ARD REPORT). Die USA-hörigen REPORTer lassen dann den BfR-Experten Ellerbroek vom selben Bundesamt für Risikobewertung ein Plädoyer für eine Chlordioxidbehandlung von Geflügelprodukten auch in Deutschland halten, dass selbe Institut, dass gegen MMS so eindringlich warnt. Auch die anderen Wissenschaftler wie Reinhard Fries, Leiter des Instituts für Fleischhygiene und -technologie an der Freien Universität Berlin, und Thomas Blaha, Epidemiologe von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, zeigen die deutlichen Vorteile auf und befürworten eine solche Behandlung von Geflügelprodukten.

Aber allen 3 Aussagen gemein ist, dass bewusst nur von “Behandlungen mit Chlorverbindungen” und “Chlorbehandlungen von Geflügel” gesprochen wird. Reines Chlor und die meisten Chlorverbindungen sind jedoch hoch giftig oder erzeugen bedenkliche Verbindungen. Der hier eigentlich zur Anwendung kommende Wirkstoff nämlich das Natriumchlorit bzw. Chlordioxid wird hier bewusst nicht explizit genannt, um bloß keinen Freifahrtschein für MMS und Co. auszustellen. Wie soll man auch dem dummen Verbraucher erklären, dass man mit Chlordioxid behandelte Lebensmittel wie Geflügel oder Trinkwasser bedenkenlos verzehren kann und in damit behandeltes Wasser der Schwimmbäder bedenkenlos baden kann, wo es sich doch um “giftige Chlorbleiche” handelt? Wieso soll derselbe Wirkstoff, der außerhalb des Körpers bewiesenermaßen so wirksam und ungiftig ist, im Körper nicht wirken und giftig sein? Jede der unzähligen offiziellen Studien über Chlordioxid hat sich bisher letztendlich als ein weiteres Argument für MMS herausgestellt.

Ich halte die Behandlung von Geflügel mit Chlordioxid tatsächlich für sinnvoll und harmlos, da jedes fünfte Huhn im Schlachthaus und damit auch im Supermarkt mit Salmonellen belastet ist. Das ZDF Zoom Magazin fand im Januar 2013 sogar in den meisten Supermarktprodukten die gefährlichen Antibiotika resistenten MRSA-Keime. Komisch dass kein Experte besondere Vorsicht bzw. Hygiene bei der Verarbeitung dieser belasteten Produkte in privaten Haushalten anmahnt, wo es doch explizit um den Verbraucherschutz geht. Das gebratene, gebackene oder gekochte Huhn ist sicherlich keimfrei. Aber was ist mit dem Messer oder z.B. dem Schneidbrett in der Küche? In unseren “MMS-Tipps” zeigen wir wie man mit MMS/CDS z.B. Schneidebretter, Messer und Küchenschwämme mit MMS absolut keimfrei machen kann.

Fakten:

– Warnung des Bundesamtes für Risikobewertung BfR Link Archiv

– BfR für Chlorhuhn Link Archiv

– Die Achse des Guten “Das Chlorhuhn – Vogel des Jahres” Link Archiv

– Der standard.at “Kommt ein Chlorhuhn geflogen” Link Archiv

– ARD-Politikmagazin Report Mainz “Chlorhühner sind nicht ungesünder” Link Archiv

– BUND schlägt Alarm: Keime im Putenfleisch Link Archiv